Generell ist Malawi zwar nicht von (Rucksack)-Reisenden überlaufen, allerdings waren wir bisher hauptsächlich an den paar wenigen Orten im Norden, die schon etwas touristischer sind. Zum Abschluss wollten wir nochmal zwei Tage in die Misuku Hills im nördlichen Landesinneren nahe der tansanischen Grenze. Die paar wenigen Reiseinfos, die man hierzu findet, beschreiben die Region als eine idyllische grüne Hügellandschaft mit bewaldeten Gipfeln und schönen Aussichtspunkten über das Songwe Flusstal, welches die Grenze zu Tansania bildet.
Aufgrund der Abgeschiedenheit mussten wir die letzten 1,5h der Anreise per Motorrad-Taxi zurücklegen, die mit Abstand längste Strecke bisher.
Für den Großteil der Strecke haben wir uns zu dritt auf das Motorrad gequetscht - inklusive Fahrer und mit beiden Wanderrucksäcken am Heck festgezurrt. Für den letzten, besonders steilen und matschigen Teil haben wir beide einen eigenen Fahrer bekommen. Leider war Anna-Lena's Fahrer ein bisschen zu ungestüm unterwegs, sodass sie an einer besonders rutschigen Passage umgefallen sind und sich Anna-Lena mit der Wade am Auspuff verbrannt hat, auutsch 😢
Vor Ort wurden wir dann gegen 16:00 Uhr sehr herzlich mit einem ausgiebigen Mittagessen bei wunderschöner Aussicht begrüßt. Eine Stunde später wurde uns dann das ebenfalls sehr üppige Frühstück nachgereicht, welches im Übernachtungspaket mit inbegriffen war. Leider war dann auch nur noch eine Stunde Zeit bis um 18:00 das Abendessen serviert wurde, uff 😮💨
Natürlich wollten wir nicht unhöflich wirken und haben versucht bei jeder Mahlzeit ordentlich zu essen, gleichzeitig kamen wir uns aber auch ein bisschen verarscht vor, da eigentlich niemand ernsthaft von uns erwarten konnte das alles zu essen 😅
Unser Ausflug am nächsten Tag hat sich durch Anna-Lena's Verletzung dann auf einen Spaziergang durch die benachbarten Kaffee-und Bananenplantagen beschränkt. Ansonsten haben wir an der Essensfront wieder unser bestes gegeben, die Aussicht genossen und zusammen mit unseren Gastgebern Abendessen gekocht.
Schließlich wurde uns dann für den nächsten Tag noch ein Transport in einem Allradwagen bis zur asphaltierten Hauptstraße versprochen - dieser kam natürlich nicht zustande, also denselben Weg mit Moto-Taxi wieder zurück. Diesmal verlief die Fahrt allerdings ohne größere Zwischenfälle, ganz im Gegensatz zum weiteren Verlauf des Reisetages .. dazu aber mehr im nächsten Post.