Nach vielen Tagen in Bussen sitzend, hatten wir große Lust auf Bewegung und Natur. In den Drakensbergen gibt es viele Trails, aber für die meisten braucht man ein Zelt. Beim Giants Cup Trail kann man in Hütten übernachten. Schlafsäcke, Isomatten und einen Gaskocher mussten wir uns noch besorgen und dann ging es auch schon los. Im Regen. Der erste Tag fiel wirklich ins Wasser und wir fragten uns wie die schönen Drakensberge wohl aussehen. Die erste Hütte war aber sehr komfortabel. Wir hatten super viel Platz, um unsere Sachen zu trocknen (Außer uns war noch ein Urlauber da, der die Nacht zuvor im Zelt verbracht hatte und alles nass wurde). Es gab sogar einen Wasserkocher, Strom und heißes Wasser in zum duschen (okay erst am nächsten Morgen, wir haben kalt geduscht).
Am nächsten Morgen begrüßte uns dann die Sonne und wir sahen zum ersten Mal die wunderschöne Berglandschaft. Der Giants Cup Trail ist 55km lang und wird in 5 Tagen gelaufen. Wir haben leider nur vier davon gemacht, weil die vierte Hütte ausgebucht war. Die Etappen sind also nicht allzu lang. Man kommt teilweise aber trotzdem gut ins Schwitzen, weil man einige Höhenmeter zu bewältigen hat und der Pfad meistens sehr schmal ist. Die Landschaft ist wunderschön! Fast immer wird man von Wasser begleitet, um sich herum grün bewaldete Hügel und Blumen. Die höchsten Berge dort sind 3000 Meter hoch. Auf diesem Trail wandert man in ca. 2000 Meter Höhe. Auch die Hütten liegen traumhaft, insbesondere die zweite und dritte ohne Straßenzugang. Wir waren in diesen beiden auch jeweils ganz alleine. Andere Trails in Südafrika wie der Otter Trail an der Küste sind oftmals ausgebucht, aber diesen laufen scheinbar nicht alle zu viele Menschen.
Es war eine wunderschöne kleine Auszeit von Städten, Verkehr und vielen Menschen, wenig Handyempfang und mehr Zeit für den Schmetterling am Wegesrand, dem Rauschen des Flusses und das stetige einen Fuß vor den anderen setzen.